{"id":56,"date":"2026-08-26T03:25:56","date_gmt":"2026-08-26T03:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/rollator-krankenkasse\/"},"modified":"2026-08-26T03:25:56","modified_gmt":"2026-08-26T03:25:56","slug":"rollator-krankenkasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/rollator-krankenkasse\/","title":{"rendered":"Rollator auf Rezept: So zahlt die Krankenkasse"},"content":{"rendered":"<div class=\"antwortbox\">\n<p><strong>Kurz gesagt:<\/strong> Einen Rollator zahlt die gesetzliche Krankenkasse, wenn ein Arzt ihn verordnet \u2013 ein Pflegegrad ist daf\u00fcr nicht n\u00f6tig. Sie brauchen ein Rezept mit Diagnose, geben es im Sanit\u00e4tshaus ab und erhalten in der Regel ein Standardmodell, meist leihweise. F\u00e4llig wird nur die gesetzliche Zuzahlung. W\u00fcnschen Sie ein leichteres oder besser ausgestattetes Modell, zahlen Sie die Differenz selbst. Ein Kauf ohne Rezept lohnt sich vor allem als Zweitger\u00e4t f\u00fcr die Wohnung.<\/p>\n<\/div>\n<p>Der Moment, in dem ein Rollator zum Thema wird, kommt selten mit Ansage. Meist ist es eine Beobachtung: Der Vater h\u00e4lt sich beim Gehen an M\u00f6beln fest, die Mutter setzt sich auf dem Weg zum B\u00e4cker pl\u00f6tzlich auf jede Bank. Dann stellt sich die Frage, wer das Ger\u00e4t bezahlt. Die kurze Antwort: Der Weg \u00fcber das Rezept ist fast immer der richtige erste Schritt. Er kostet wenig, verschafft Ihnen eine fachliche Anpassung und schlie\u00dft einen sp\u00e4teren Kauf auf eigene Rechnung nicht aus.<\/p>\n<p><!-- BILD: \u00c4lterer Mann schiebt einen Leichtgewicht-Rollator auf einem Gehweg, nat\u00fcrliche Alltagssituation --><\/p>\n<h2>Warum ein Rollator mehr ist als eine Gehhilfe<\/h2>\n<p>Ein Rollator ersetzt nicht einfach einen Gehstock, er ver\u00e4ndert das Gehen grundlegend. Beim Gehstock verlagert man Gewicht punktuell auf eine Hand, das Gleichgewicht h\u00e4lt der K\u00f6rper allein. Ein Rollator bildet eine breite, rollende St\u00fctzfl\u00e4che: Das Gewicht verteilt sich auf beide Arme, das Gangbild wird ruhiger, und die Angst geht zur\u00fcck. Wer keine Angst mehr hat zu fallen, geht aufrechter, macht gr\u00f6\u00dfere Schritte und f\u00e4llt tats\u00e4chlich seltener.<\/p>\n<p>Dazu kommt der Sitz. Er klingt nach einer Nebensache, ist aber f\u00fcr viele der eigentliche Grund, wieder rauszugehen: Wer jederzeit pausieren kann, traut sich den Weg zur Apotheke wieder zu. Ohne diese Sicherheit schrumpft der Aktionsradius binnen Monaten auf die eigene Wohnung \u2013 und mit ihm Muskelkraft und Kondition.<\/p>\n<p>Im Haus ist er allerdings nur ein Baustein. Wer St\u00fcrze wirklich verhindern will, muss zus\u00e4tzlich die Wohnung anschauen: Teppichkanten, Kabel, dunkle Flure, der Weg zur Toilette bei Nacht. Die kritischen Punkte haben wir im Beitrag zur <a href=\"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/sturzpraevention-senioren\/\">Sturzpr\u00e4vention in der Wohnung<\/a> zusammengestellt.<\/p>\n<h2>Rollator-Typen im \u00dcberblick<\/h2>\n<p>Die Kasse zahlt nicht &#8222;einen Rollator&#8220;, sondern eine Ausstattungsklasse. Wer die Bauarten kennt, kann im Sanit\u00e4tshaus gezielt fragen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Art<\/th>\n<th>Wof\u00fcr<\/th>\n<th>F\u00fcr wen<\/th>\n<th>Preisklasse<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Standard-Rollator (Stahl)<\/td>\n<td>Kassenmodell, robust, meist mit Sitz und Korb<\/td>\n<td>Wer selten hebt und den Rollator vor allem ebenerdig nutzt<\/td>\n<td>Einstieg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Leichtgewicht-Rollator (Aluminium)<\/td>\n<td>Deutlich leichter, faltbar, f\u00fcr Auto und Bus geeignet<\/td>\n<td>Wer den Rollator regelm\u00e4\u00dfig transportiert oder Treppen bew\u00e4ltigen muss<\/td>\n<td>Einstieg bis Mittelklasse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wohnungsrollator (schmal)<\/td>\n<td>Passt durch enge T\u00fcren und Flure, oft mit Tablett<\/td>\n<td>Wer drinnen unsicher ist, als Zweitger\u00e4t neben dem Au\u00dfenrollator<\/td>\n<td>Mittelklasse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Outdoor-Rollator (Luftreifen)<\/td>\n<td>Rollt \u00fcber Kopfsteinpflaster, Waldwege und Bordsteine<\/td>\n<td>Wer t\u00e4glich drau\u00dfen unterwegs ist, auch bei unebenem Untergrund<\/td>\n<td>Mittelklasse bis Premium<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Carbon-Rollator<\/td>\n<td>Sehr leicht, hochwertige Bremsen und Faltmechanik<\/td>\n<td>Aktive Nutzer mit wenig Kraft in den Armen<\/td>\n<td>Premium<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Drei-Rad-Rollator<\/td>\n<td>Wendig, ohne Sitz, sehr schmal<\/td>\n<td>Wer nur eine F\u00fchrungshilfe und keine Sitzpause braucht<\/td>\n<td>Einstieg bis Mittelklasse<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p>Die Kasse liefert typischerweise aus den ersten beiden Zeilen. Alles dar\u00fcber ist m\u00f6glich, aber mit Eigenanteil.<\/p>\n<h2>So l\u00e4uft die Verordnung ab \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt<\/h2>\n<h3>Schritt 1: Der Arztbesuch<\/h3>\n<p>Zust\u00e4ndig ist der Hausarzt. Sie brauchen keinen Facharzt, keine \u00dcberweisung und keinen Pflegegrad. Wichtig ist, was auf dem Rezept steht: die Diagnose, die den Rollator begr\u00fcndet, und die Bezeichnung des Hilfsmittels. Gute Formulierungen sind Gangunsicherheit, eingeschr\u00e4nkte Gehstrecke, erh\u00f6hte Sturzgefahr, Zustand nach Sturz oder eine Grunderkrankung wie Arthrose, Parkinson oder ein Schlaganfall mit Halbseitenschw\u00e4che. Ein Rezept, auf dem nur &#8222;Rollator&#8220; ohne Begr\u00fcndung steht, wird von manchen Kassen zur\u00fcckgeschickt. Sagen Sie dem Arzt au\u00dferdem, wof\u00fcr das Ger\u00e4t gebraucht wird \u2013 ein Vermerk wie &#8222;vorwiegend Au\u00dfenbereich, unebener Untergrund&#8220; hilft sp\u00e4ter bei der Ausstattung.<\/p>\n<h3>Schritt 2: Das Sanit\u00e4tshaus<\/h3>\n<p>Mit dem Rezept gehen Sie zu einem Sanit\u00e4tshaus, das Vertragspartner Ihrer Krankenkasse ist. L\u00f6sen Sie es bei einem Anbieter ohne Vertrag ein, bleiben Sie unter Umst\u00e4nden auf den Kosten sitzen; ein Anruf bei der Kasse kl\u00e4rt das in f\u00fcnf Minuten. Das Sanit\u00e4tshaus reicht die Verordnung ein und holt die Genehmigung ein \u2013 bei Rollatoren meist ohne R\u00fcckfragen, in einigen Tagen bis wenigen Wochen.<\/p>\n<h3>Schritt 3: Anpassung und Einweisung<\/h3>\n<p>Diesen Teil wollen viele \u00fcberspringen \u2013 dabei ist er am meisten wert. Das Sanit\u00e4tshaus muss den Rollator auf die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe einstellen und die Nutzung erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Der h\u00e4ufigste Fehler \u00fcberhaupt ist eine zu niedrige Griffh\u00f6he. Steht der Griff zu tief, beugt sich der K\u00f6rper nach vorn, der Schwerpunkt wandert \u00fcber die Vorderr\u00e4der, und genau dann kippt man. Richtig ist: Bei aufrechtem Stand und locker h\u00e4ngenden Armen liegt der Griff auf H\u00f6he des Handgelenks. Pr\u00fcfen Sie das nach einigen Wochen erneut, die Einstellung verstellt sich beim Transport gern von selbst.<\/p>\n<p><!-- BILD: Nahaufnahme einer Hand am Rollatorgriff, daneben angedeutet die richtige Griffh\u00f6he am Handgelenk --><\/p>\n<h2>Was die Krankenkasse \u00fcbernimmt \u2013 und was nicht<\/h2>\n<h3>Leihweise statt Eigentum<\/h3>\n<p>Der Rollator vom Rezept geh\u00f6rt Ihnen in vielen F\u00e4llen nicht. Kassen setzen Hilfsmittel wieder ein: Sie erhalten ein aufbereitetes Ger\u00e4t, das nach Ende der Nutzung zur\u00fcckgeht. Das hat einen praktischen Vorteil: Reparatur, Wartung und Austausch laufen \u00fcber die Kasse und kosten Sie nichts. F\u00e4llt bei einem selbst gekauften Rollator die Bremse aus, zahlen Sie den Ersatz.<\/p>\n<h3>Die gesetzliche Zuzahlung<\/h3>\n<p>Es gilt die gesetzliche Hilfsmittel-Zuzahlung: zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 Euro und h\u00f6chstens 10 Euro. Bei einem Rollator landen Sie praktisch immer bei der Obergrenze. Befreit ist, wer seine Belastungsgrenze im laufenden Jahr erreicht hat \u2013 zwei Prozent der j\u00e4hrlichen Bruttoeinnahmen, bei chronisch Kranken in Dauerbehandlung ein Prozent. Wer regelm\u00e4\u00dfig zuzahlt, sollte Quittungen sammeln und die Befreiung beantragen.<\/p>\n<h3>Mehrkosten f\u00fcr ein besseres Modell<\/h3>\n<p>Die Kasse schuldet eine ausreichende und zweckm\u00e4\u00dfige Versorgung \u2013 nicht die beste am Markt. Wollen Sie einen leichteren Rahmen, bessere Bremsen oder Luftbereifung, d\u00fcrfen Sie das haben, zahlen aber die Differenz selbst. Das nennt sich wirtschaftliche Aufzahlung. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Das Sanit\u00e4tshaus muss Ihnen ein aufzahlungsfreies Modell \u00fcberhaupt anbieten \u2013 werden Ihnen ausschlie\u00dflich Ger\u00e4te mit Eigenanteil gezeigt, fragen Sie ausdr\u00fccklich nach der Kassenversorgung. Und die Mehrkostenvereinbarung muss schriftlich sein und die Differenz klar ausweisen. Unterschreiben Sie nichts, auf dem der Eigenanteil nicht beziffert ist.<\/p>\n<p>Ob sich die Aufzahlung lohnt, h\u00e4ngt allein vom Alltag ab. Wer den Rollator zweimal t\u00e4glich \u00fcber einen glatten Flur schiebt, hat von einem Carbonrahmen keinen erkennbaren Nutzen. Wer das Ger\u00e4t t\u00e4glich in den Kofferraum hebt, schon. Kaufen Sie nicht das Beste, kaufen Sie das Passende.<\/p>\n<h3>Was die Kasse nicht zahlt<\/h3>\n<p>Nicht \u00fcbernommen wird Zubeh\u00f6r wie Getr\u00e4nkehalter, Stockhalter oder Regenschutz, und ein Zweitrollator ist meist ebenfalls nicht drin. Bauliche Ver\u00e4nderungen sind ohnehin nicht Sache der Krankenkasse: T\u00fcrschwellen, eine Rampe am Hauseingang oder eine verbreiterte Badt\u00fcr laufen \u00fcber die Pflegekasse, sofern ein Pflegegrad vorliegt \u2013 siehe unseren Beitrag \u00fcber <a href=\"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/wohnumfeldverbessernde-massnahmen-zuschuss\/\">wohnumfeldverbessernde Ma\u00dfnahmen<\/a>. Zu den monatlich gelieferten Verbrauchsprodukten finden Sie alles in unserer <a href=\"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/pflegehilfsmittel-liste\/\">\u00dcbersicht der Pflegehilfsmittel<\/a>.<\/p>\n<h2>Wann sich der Kauf ohne Rezept lohnt<\/h2>\n<h3>Als Zweitger\u00e4t f\u00fcr die Wohnung<\/h3>\n<p>Der h\u00e4ufigste Fall: Ein Rollator steht im Hausflur oder im Auto, ein zweiter, schmaler, bleibt in der Wohnung. Wohnungsrollatoren sind anders gebaut \u2013 schmaler Rahmen, oft nur 55 bis 60 Zentimeter Au\u00dfenbreite, meist ein Tablett statt Korb. Ein Beispiel ist der <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B07C3X2J15?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">schmale KMINA Wohnungsrollator mit Tablett<\/a>, der mit \u00fcber 2.000 Bewertungen und 4,8 Sternen zu den bestbewerteten Indoor-Modellen geh\u00f6rt. Messen Sie vorher Ihre engste T\u00fcr\u00f6ffnung \u2013 das ist die Zahl, die entscheidet.<\/p>\n<h3>Wenn es schnell gehen muss<\/h3>\n<p>Nach einem Krankenhausaufenthalt bleibt manchmal keine Zeit, auf die Genehmigung zu warten. Ein Leichtgewichtrollator der Einstiegsklasse \u00fcberbr\u00fcckt diese Wochen, etwa der <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B07BGDGMHL?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">faltbare Helavo Rollator mit Sitz<\/a> mit \u00fcber 3.000 Bewertungen bei 4,6 Sternen. Den aktuellen Preis pr\u00fcfen Sie am besten direkt bei Amazon, er \u00e4ndert sich h\u00e4ufig.<\/p>\n<h3>Wenn das Kassenmodell zu schwer ist<\/h3>\n<p>Standardrollatoren wiegen oft acht bis zehn Kilogramm. Wer das Ger\u00e4t t\u00e4glich in einen Kofferraum hebt, merkt den Unterschied zu einem Sechs-Kilo-Modell jedes Mal. Reiserollatoren sind daf\u00fcr gebaut \u2013 kompakt gefaltet, schmal, tragbar. Ein typischer Vertreter ist der <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0119ZIPD8?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">Arebos Leichtgewicht-Reiserollator aus Aluminium<\/a> mit sechsfach h\u00f6henverstellbaren Griffen. Wer geringes Gewicht mit h\u00f6herer Belastbarkeit verbinden will, findet stabilere Varianten wie den <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0DD3MTH3J?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">HOMLAND Rollator mit Sitz und h\u00f6herer Traglast<\/a> mit \u00fcber 4.000 Bewertungen. Achten Sie auf die maximale Belastung, sie schwankt erheblich.<\/p>\n<h3>Wenn drau\u00dfen unebener Untergrund wartet<\/h3>\n<p>Kleine Hartplastikr\u00e4der sind auf Kopfsteinpflaster und alten Gehwegplatten eine Zumutung. Jede Fuge ruckelt durch, und genau das bringt Menschen aus dem Gleichgewicht. Wer t\u00e4glich drau\u00dfen unterwegs ist, sollte \u00fcber gr\u00f6\u00dfere R\u00e4der oder Luftbereifung nachdenken \u2013 etwa beim <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B0BYSSWXC1?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">Helavo Outdoor-Rollator mit Luftbereifung<\/a>. Im gehobenen Segment gilt der <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00ERSFP92?tag=alltagshilfen-senioren-21\" rel=\"sponsored nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drive Medical NITRO Rollator f\u00fcr innen und au\u00dfen<\/a> seit Jahren als Referenz bei Faltmechanik und Fahrverhalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mehrheit ist das Premium-Segment allerdings nicht n\u00f6tig. F\u00fchrt der Weg zum Supermarkt \u00fcber asphaltierten Gehweg, tut ein solides Kassenmodell dieselben Dienste. Investieren Sie lieber in gute Flurbeleuchtung und rutschfeste Matten \u2013 das verhindert mehr St\u00fcrze als teure R\u00e4der.<\/p>\n<p><!-- BILD: Zwei Rollatoren nebeneinander im Vergleich, links schmales Indoor-Modell, rechts Outdoor-Modell mit gro\u00dfen R\u00e4dern --><\/p>\n<h2>Kosten\u00fcbernahme \u00fcber die Pflegekasse: Was wirklich geht<\/h2>\n<p>Krankenkasse und Pflegekasse werden oft verwechselt. F\u00fcr den Rollator ist die Krankenkasse zust\u00e4ndig, weil er ein medizinisches Hilfsmittel zum Ausgleich einer Behinderung ist. Ein Pflegegrad ist dabei weder Voraussetzung noch Hindernis.<\/p>\n<p>Die Pflegekasse kommt an anderer Stelle ins Spiel: bei baulichen Anpassungen, damit der Rollator \u00fcberhaupt sinnvoll genutzt werden kann \u2013 Schwellenrampen, das Entfernen von T\u00fcrschwellen, eine breitere T\u00fcr, ein Handlauf. Und bei technischen Pflegehilfsmitteln wie Pflegebett oder Hausnotruf, der gerade bei Gehunsicherheit die logische Erg\u00e4nzung ist; die Konditionen stehen im Beitrag <a href=\"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/hausnotruf-kosten\/\">Hausnotruf: Kosten und Zuschuss<\/a>. F\u00e4llt zus\u00e4tzlich das Aufstehen aus Sessel oder Bett schwer, helfen andere Hilfsmittel besser \u2013 siehe unseren Vergleich der <a href=\"https:\/\/alltagshilfen-senioren.de\/info\/aufstehhilfe-senioren\/\">Aufstehhilfen f\u00fcr Bett, Sessel und Toilette<\/a>.<\/p>\n<h2>Diese Punkte pr\u00fcfen Sie vor dem Kauf oder der \u00dcbernahme<\/h2>\n<p>Ob Kassenmodell oder Eigenkauf \u2013 diese Punkte entscheiden, ob das Ger\u00e4t benutzt wird oder im Keller landet.<\/p>\n<p><strong>Die engste T\u00fcr\u00f6ffnung messen.<\/strong> Nicht sch\u00e4tzen, messen. Die Au\u00dfenbreite muss mit Reserve darunterliegen. Bei Wohnungsrollatoren ist das der wichtigste Wert \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p><strong>Das Gewicht real testen.<\/strong> Nicht das Datenblatt z\u00e4hlt, sondern: Kann die Person das Ger\u00e4t gefaltet mit einer Hand anheben? Wenn nicht, kommt es nie ins Auto.<\/p>\n<p><strong>Den Verstellbereich der Griffe pr\u00fcfen.<\/strong> Gro\u00dfe Menschen sto\u00dfen bei manchen Modellen an die Obergrenze der Verstellbarkeit, kleine an die Untergrenze \u2013 vor dem Bestellen gegen die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe abgleichen.<\/p>\n<p><strong>Die Bremsen ausprobieren.<\/strong> Es gibt zwei Funktionen: die Bremse beim Gehen und die Feststellbremse f\u00fcrs Sitzen. Letztere ist die sicherheitsrelevante. L\u00e4sst sie sich nur mit viel Kraft einrasten, ist das Modell bei schwachen H\u00e4nden oder Arthrose ungeeignet \u2013 und dann setzt man sich irgendwann auf einen ungebremsten Rollator.<\/p>\n<p><strong>Den Faltmechanismus selbst testen.<\/strong> Manche Rollatoren faltet man mit einem Zug an einer Schlaufe, andere brauchen zwei H\u00e4nde und Fingerkraft.<\/p>\n<p><strong>Traglast und Sitzh\u00f6he pr\u00fcfen.<\/strong> Die Traglast schwankt zwischen etwa 100 und \u00fcber 200 Kilogramm und gilt auch f\u00fcrs Sitzen. Und ein Sitz n\u00fctzt wenig, wenn das Aufstehen davon zur eigenen Herausforderung wird \u2013 h\u00f6here Sitze sind bei schwacher Beinkraft klar im Vorteil.<\/p>\n<p><strong>Nur das Zubeh\u00f6r kaufen, das gebraucht wird.<\/strong> Ein Stockhalter bei zus\u00e4tzlichem Gehstock, ein R\u00fcckengurt bei h\u00e4ufigem Sitzen, ein Regenschutz bei Standort drau\u00dfen. Der Rest ist meistens Deko.<\/p>\n<p><!-- BILD: Person l\u00f6st die Feststellbremse am Rollator, Fokus auf dem Bremshebel --><\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fragen<\/h2>\n<h3>Brauche ich einen Pflegegrad f\u00fcr einen Rollator auf Rezept?<\/h3>\n<p>Nein. Der Rollator ist ein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung und wird unabh\u00e4ngig von einem Pflegegrad verordnet. Entscheidend ist allein die medizinische Notwendigkeit, die der Arzt auf dem Rezept begr\u00fcndet \u2013 etwa Gangunsicherheit, eingeschr\u00e4nkte Gehstrecke oder erh\u00f6hte Sturzgefahr.<\/p>\n<h3>Welcher Arzt verschreibt einen Rollator?<\/h3>\n<p>In der Regel der Hausarzt, eine \u00dcberweisung zum Facharzt ist nicht n\u00f6tig. Auch Orthop\u00e4den, Neurologen oder der Arzt im Krankenhaus k\u00f6nnen die Verordnung ausstellen, etwa direkt bei der Entlassung.<\/p>\n<h3>Wie hoch ist die Zuzahlung f\u00fcr einen Rollator?<\/h3>\n<p>Es gilt die gesetzliche Hilfsmittel-Zuzahlung von zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 Euro und h\u00f6chstens 10 Euro. Bei einem Rollator f\u00e4llt praktisch immer der H\u00f6chstbetrag an. Wer die pers\u00f6nliche Belastungsgrenze im laufenden Jahr bereits erreicht hat oder von der Zuzahlung befreit ist, zahlt nichts.<\/p>\n<h3>Geh\u00f6rt mir der Rollator von der Krankenkasse?<\/h3>\n<p>Meist nicht. Rollatoren werden h\u00e4ufig leihweise \u00fcberlassen und nach Ende der Nutzung zur\u00fcckgegeben, damit sie erneut eingesetzt werden k\u00f6nnen. Der Vorteil: Reparatur und Wartung \u00fcbernimmt die Kasse.<\/p>\n<h3>Kann ich mir ein besseres Modell aussuchen und die Differenz zahlen?<\/h3>\n<p>Ja. Das nennt sich wirtschaftliche Aufzahlung. Das Sanit\u00e4tshaus muss Ihnen zuerst ein aufzahlungsfreies Modell anbieten und die Mehrkosten f\u00fcr ein h\u00f6herwertiges Ger\u00e4t schriftlich und beziffert ausweisen. Unterschreiben Sie keine Vereinbarung, in der der Eigenanteil nicht klar benannt ist.<\/p>\n<h3>Zahlt die Kasse einen zweiten Rollator f\u00fcr die Wohnung?<\/h3>\n<p>Im Normalfall nicht. Die Kasse stellt ein Ger\u00e4t zur Verf\u00fcgung, ein Zweitrollator f\u00fcr drinnen oder die obere Etage ist \u00fcblicherweise Selbstzahlerleistung. In begr\u00fcndeten Einzelf\u00e4llen kann ein Antrag mit \u00e4rztlicher Stellungnahme Erfolg haben, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.<\/p>\n<p><script type=\"application\/ld+json\">\n{\n  \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n  \"@type\": \"FAQPage\",\n  \"mainEntity\": [\n    {\n      \"@type\": \"Question\",\n      \"name\": \"Brauche ich einen Pflegegrad f\u00fcr einen Rollator auf Rezept?\",\n      \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Nein. Der Rollator ist ein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung und wird unabh\u00e4ngig von einem Pflegegrad verordnet. 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