Schlafen & Pflege

Lagerungskissen und Dekubitusprophylaxe zu Hause

Kurz gesagt: Ein Dekubitus entsteht, wenn Haut und Gewebe über längere Zeit zusammengedrückt werden und die Durchblutung stockt. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist regelmäßige Bewegung und Positionswechsel, nicht das Kissen. Lagerungskissen helfen, eine 30-Grad-Seitenlage stabil zu halten und die Fersen frei zu lagern. Wechseldruckmatratzen sind bei hohem Risiko sinnvoll, oft verordnungsfähig und in vielen Fällen Kassenleistung. Wer noch selbst aufsteht und sich dreht, braucht in der Regel keine teure Spezialmatratze.

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Eine gerötete Stelle am Steißbein, eine leicht dunkle Verfärbung an der Ferse – und wenige Tage später ist daraus eine offene Wunde geworden, die monatelang behandelt werden muss. Dieser Artikel erklärt, wie ein Druckgeschwür entsteht, welche Hilfsmittel wirklich etwas bringen, welche man sich sparen kann und wie Sie an eine Kostenübernahme kommen.

Dekubitus entsteht schneller, als die meisten denken

Der Mechanismus ist simpel. Überall dort, wo ein Knochen dicht unter der Haut liegt, wird das Gewebe zwischen Knochen und Unterlage zusammengedrückt – stärker, als die feinen Blutgefäße aushalten. Die Durchblutung kommt zum Erliegen, das Gewebe stirbt ab, und zwar zuerst tief innen, oft lange bevor man an der Oberfläche etwas sieht.

Entscheidend sind zwei Größen: wie hoch der Druck ist und wie lange er einwirkt. Wer sich im Schlaf noch selbst dreht, ist deshalb kaum gefährdet, auch auf einer ganz normalen Matratze. Gefährdet ist, wer sich nicht mehr aus eigener Kraft umlagert: nach einem Schlaganfall, bei fortgeschrittener Demenz, bei starken Schmerzen oder in der letzten Lebensphase.

Dazu kommen Faktoren, die das Gewebe anfälliger machen. Feuchtigkeit durch Schwitzen oder Inkontinenz weicht die Haut auf. Scherkräfte entstehen, wenn jemand im Bett nach unten rutscht und die Haut gegen die Unterlage verschoben wird – tückischer als reiner Druck, weil dabei kleine Gefäße regelrecht abgeknickt werden. Auch ein schlechter Ernährungszustand und zu wenig Trinken verschlechtern die Heilungsfähigkeit.

Wo die gefährdeten Stellen liegen

In Rückenlage sind es vor allem Steißbein und Kreuzbein, die Fersen, die Schulterblätter und der Hinterkopf. In Seitenlage verlagert sich das Problem auf den großen Rollhügel am Oberschenkelknochen, den Beckenkamm, die Knöchel und die Ohrmuschel. Im Sitzen sind es die Sitzbeinhöcker.

Die Fersen werden am häufigsten übersehen. Sie haben kaum Fettgewebe als Polster, und die Auflagefläche ist winzig. Wer nur die Matratze austauscht, die Fersen aber weiter fest aufliegen lässt, hat die gefährlichste Stelle nicht entlastet.

Der Fingertest: Rötung oder schon Dekubitus?

Diesen Test können Sie selbst durchführen: Drücken Sie mit dem Finger einige Sekunden auf die gerötete Stelle. Wird die Haut kurz weiß und rötet sich danach wieder, ist die Durchblutung intakt – eine normale Rötung, die nach dem Umlagern verschwindet. Bleibt die Stelle rot und lässt sich nicht wegdrücken, liegt bereits ein Dekubitus im ersten Stadium vor. Diese Stelle muss sofort vollständig druckfrei gelagert werden.

Ein verbreiteter Fehler: gerötete Stellen einmassieren oder mit Franzbranntwein einreiben. Das ist überholt und schadet dem geschädigten Gewebe zusätzlich. Ebenso überholt sind Sitzringe, die im Ringinneren zwar entlasten, am Auflagerand aber neuen Druck erzeugen.

Die Hilfsmittel im Überblick

Art Wofür Für wen Preisklasse
Lagerungskissen, Halbrolle, Keil Stabile 30-Grad-Seitenlage, Abstützen von Rücken und Knien Alle, die regelmäßig umgelagert werden Einstieg bis Mittelklasse
Beinerhöhungskissen Fersen freilagern, Beine hochlegen, Venen entlasten Bettlägerige und Menschen mit schweren Beinen Einstieg bis Mittelklasse
Wechseldruckmatratze mit Kompressor Automatischer Druckwechsel, Entlastung ohne Umlagern Hohes Risiko, wenig Eigenbewegung Einstieg bis Premium
Statische Weichlagerungsauflage Druckverteilung auf größere Fläche Mittleres Risiko, noch eigene Bewegung vorhanden Einstieg bis Mittelklasse
Antidekubitus-Sitzkissen Entlastung der Sitzbeinhöcker im Rollstuhl oder Sessel Wer viele Stunden am Tag sitzt Einstieg

Lagerungskissen: die Basis der Positionierung

Lagerungskissen sind nicht dazu da, weich zu sein. Sie sollen eine Position stabil halten, die der Mensch allein nicht halten kann. Das wichtigste Prinzip heißt 30-Grad-Seitenlage: Der Körper wird nur leicht zur Seite gekippt, gestützt durch ein Kissen im Rücken. So liegt das Gewicht auf der gut gepolsterten Gesäßmuskulatur statt auf dem Rollhügel. Eine komplette 90-Grad-Seitenlage wirkt intuitiv richtiger, verlagert den Druck aber auf genau den Knochenvorsprung, den man entlasten will.

Das klassische Stütz- und Lagerungskissen

Dafür braucht es Kissen, die formstabil sind und sich abwischen lassen. Ein normales Kopfkissen sackt nach zwanzig Minuten zusammen und die mühsam eingerichtete Lage ist wieder hin. Ein pflegetaugliches Beispiel ist das Sport-Tec Stütz- und Therapiekissen mit abwaschbarem Kunstlederbezug, das bei über hundert Bewertungen sehr gut abschneidet. Der Kunstlederbezug ist der entscheidende Punkt: Er lässt sich desinfizierend reinigen, was bei Inkontinenz oder Schwitzen den Unterschied macht.

Rechnen Sie für eine vollständige Ausstattung mit zwei bis drei solchen Kissen: eines stützt den Rücken, eines kommt zwischen die Knie, damit die Knochen nicht aufeinander drücken.

Fersen freilagern – die am meisten unterschätzte Maßnahme

Fersen entlastet man nicht, indem man ein Kissen unter die Ferse legt. Man legt es unter die Wade, sodass die Ferse frei schwebt und gar keinen Kontakt zur Matratze mehr hat. Diese Freilagerung ist mit Abstand die wirksamste Einzelmaßnahme an dieser Stelle.

Dafür eignen sich höhenverstellbare Beinkissen gut, weil sich die Höhe an die Beinlänge anpassen lässt. Das vierfach höhenverstellbare Beinerhöhungskissen von KingPavonini gehört mit über 4.000 Bewertungen und 4,8 Sternen zu den am besten bewerteten Produkten dieser Kategorie. Achten Sie darauf, dass die Kniekehle nicht überstreckt wird und die Wade auf ganzer Länge aufliegt – ein einzelner Druckpunkt verlagert das Problem nur.

Beinkissen für Menschen, die noch selbst aufstehen

Nicht jeder, der ein Beinkissen braucht, ist bettlägerig – viele nutzen es einfach, weil die Beine abends schwer werden. Hier reicht ein festes Keilkissen aus Memory-Schaum aus, etwa das Dreamzie Venenkissen aus Memory Foam mit ergonomischer Keilform mit über 3.000 Bewertungen bei 4,6 Sternen. Für die reine Beinhochlagerung ist das die günstigere Wahl als ein verstellbares System.

Antidekubitus-Auflagen und Wechseldruckmatratzen

Wechseldrucksysteme bestehen aus Luftkammern, die ein kleiner Kompressor abwechselnd füllt und entleert. Die Auflagefläche verändert sich dadurch alle paar Minuten von selbst. Das ersetzt das Umlagern nicht, nimmt aber den Druck von einzelnen Punkten – auch nachts, auch wenn niemand im Raum ist.

Wechseldruck im Einstiegsbereich

Einfache Systeme arbeiten mit einer Luftblasenauflage, die auf die vorhandene Matratze gelegt wird. Die Mobiclinic Anti-Dekubitus-Auflage mit geräuscharmem Kompressor ist mit über 3.000 Bewertungen eines der meistverkauften Modelle dieser Klasse und bei mittlerem Risiko eine vernünftige Einstiegslösung. Achten Sie auf die Lautstärke des Kompressors: Er läuft rund um die Uhr, und ein brummendes Gerät im Schlafzimmer wird nach drei Nächten zum Problem. Angaben im Bereich von gut dreißig Dezibel entsprechen etwa einem leisen Flüstern.

Systeme für höheres Risiko

Aufwendigere Auflagen arbeiten mit größeren Luftzellen statt kleiner Blasen und lassen sich in der Härte an das Körpergewicht anpassen. Die Mobiclinic Antidekubitus-Matratze mit Wechselluft für Dekubitus Grad I und II liegt in der Mittelklasse und wird von über tausend Käufern mit 4,5 Sternen bewertet. Solche Systeme lohnen sich, wenn bereits eine Schädigung vorliegt oder praktisch keine Eigenbewegung mehr da ist.

Bei einem tiefen, offenen Dekubitus reicht allerdings kein frei gekauftes Produkt mehr. Dann gehört die Versorgung in die Hände von Pflegefachkräften und Wundtherapeuten, und die Matratze wird über den Sanitätsfachhandel verordnet.

Wann Weichlagerung mehr schadet als nützt

Sehr weiche Systeme haben einen Nachteil, der gern übersehen wird: Wer tief einsinkt, bewegt sich schlechter selbst. Bei jemandem, der sich noch dreht, noch aufsetzt, noch zur Toilette geht, bremst eine zu weiche Auflage die verbliebene Eigenbewegung aus – und Eigenbewegung ist der beste Dekubitusschutz überhaupt. Hier ist eine Wechseldruckmatratze nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv. Sparen Sie sich das Geld und investieren Sie in Kissen, mit denen sich Positionen sicher einrichten lassen.

Sitzen ist gefährlicher als Liegen

Im Sitzen verteilt sich das Körpergewicht auf eine viel kleinere Fläche als im Liegen, der Druck unter den Sitzbeinhöckern ist entsprechend hoch. Wer den ganzen Tag im Rollstuhl oder Sessel verbringt, ist deshalb oft stärker gefährdet als jemand, der liegt.

Antidekubitus-Sitzkissen

Ein gutes Sitzkissen verteilt den Druck und lässt Luft an die Haut. Das PEPE Mobility Antidekubitus-Sitzkissen für den Rollstuhl im Format 42 mal 42 Zentimeter kommt auf mehrere tausend Bewertungen und liegt im Einstiegsbereich. Prüfen Sie vorher die Sitzbreite des Rollstuhls: Ein zu breites Kissen drückt an den Seiten, ein zu schmales rutscht.

Wichtiger als jedes Sitzkissen ist die Sitzdauer. Zwei Stunden am Stück sind für einen gefährdeten Menschen viel. Ein kurzes Aufstehen, ein Umsetzen, ein Verlagern des Gewichts zur Seite entlastet zuverlässiger als jedes Material. Weitere Alltagshilfen finden Sie in unserer Übersicht zu Pflegehilfsmitteln, die die Pflegekasse übernimmt.

Was Pflegekasse und Krankenkasse übernehmen

Hilfsmittel gegen Dekubitus sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen in einer eigenen Produktgruppe erfasst. Wechseldruckmatratzen, Spezialauflagen und Lagerungshilfen sind also grundsätzlich verordnungsfähig, wenn medizinische Notwendigkeit besteht.

Der Weg über das Rezept

Die Hausärztin oder der Hausarzt stellt eine Verordnung aus, auf der Diagnose, Dekubitusrisiko und das benötigte Hilfsmittel stehen. Je konkreter die Begründung, desto reibungsloser die Genehmigung. Formulierungen wie „bettlägerig, keine Eigenbewegung, Ferse bereits gerötet“ sind deutlich wirksamer als ein pauschales „Antidekubitusmatratze“.

Mit der Verordnung gehen Sie zu einem Sanitätshaus, das Vertragspartner Ihrer Kasse ist. Häufig wird das Hilfsmittel nicht gekauft, sondern leihweise überlassen und bleibt Eigentum der Kasse – kein Nachteil, denn Wartung und Austausch sind damit abgedeckt. Den Ablauf im Detail beschreibt unser Leitfaden zur Beantragung von Hilfsmitteln auf Rezept.

Zuzahlung und Befreiung

Bei verordneten Hilfsmitteln fällt in der Regel die gesetzliche Zuzahlung an, gedeckelt je Hilfsmittel. Wer die jährliche Belastungsgrenze überschritten hat, kann sich befreien lassen. Wie das geht, lesen Sie im Beitrag zur Zuzahlung bei Hilfsmitteln.

Wenn ein Pflegebett dazukommt

Ein Dekubitusrisiko geht oft mit dem Bedarf nach einem höhenverstellbaren Pflegebett einher, schon weil Umlagern im normalen Bett den Rücken der Angehörigen auf Dauer ruiniert. Pflegebett und Auflage werden getrennt beantragt, gehören aber zusammen gedacht: Die Auflage muss zum Bettmaß passen und darf die Seitengitter nicht überragen. Unser Beitrag zum Beantragen eines Pflegebetts erklärt, was die Krankenkasse dabei übernimmt.

Was die Pflegekasse zusätzlich leistet

Unabhängig davon zahlt die Pflegekasse bei anerkanntem Pflegegrad einen monatlichen Betrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, darunter Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und saugende Bettschutzeinlagen. Letztere sind bei der Prophylaxe wichtig, weil feuchte Haut schneller schädigt. Welche Varianten sich lohnen, zeigt unser Vergleich zu Bettschutz und Inkontinenzunterlagen.

Was im Alltag mehr bringt als jedes Kissen

Es klingt unspektakulär, ist aber so: Regelmäßige Positionswechsel schlagen jedes Produkt. Bei hohem Risiko orientiert man sich üblicherweise an einem Rhythmus von etwa zwei Stunden, angepasst an das, was die Haut zeigt. Wird eine Stelle nach dem Umlagern schnell wieder blass, ist der Abstand in Ordnung. Bleibt sie rot, muss häufiger gewechselt werden. Hilfreich ist ein einfacher Lagerungsplan an der Innenseite der Schranktür: Uhrzeit, Position, Kürzel. Das klingt nach Krankenhaus, verhindert aber genau die Situation, in der nachmittags niemand mehr weiß, wann zuletzt gedreht wurde.

Ebenso wichtig sind Mikrobewegungen. Nicht jede Entlastung muss eine komplette Umlagerung sein. Ein Kissen etwas anders schieben, das Bein leicht anwinkeln – solche kleinen Veränderungen reichen oft aus, um die Auflagefläche zu verlagern, und sie stören den Schlaf weniger.

Und kontrollieren Sie die gefährdeten Stellen täglich mit den Augen, nicht nach Gefühl. Ein fester Zeitpunkt, etwa beim Waschen am Morgen, macht daraus eine Gewohnheit. Fersen, Steißbein, Hüfte, Ohren – in dieser Reihenfolge dauert der Blick keine dreißig Sekunden.

Prüfpunkte vor dem Kauf

Ist überhaupt ein Risiko vorhanden? Wer sich selbst dreht, selbst aufsteht und keine geröteten Stellen hat, braucht keine Wechseldruckmatratze. Lassen Sie das Risiko im Zweifel vom Pflegedienst einschätzen, bevor Sie Geld ausgeben.

Passt die Größe zum Bett? Messen Sie Länge und Breite der Matratze. Eine zu kurze Auflage lässt die Fersen überstehen, eine zu breite wirft Falten – und Falten sind selbst eine Druckquelle.

Wie laut ist der Kompressor? Das ist der häufigste Grund, warum ein Gerät nach kurzer Zeit wieder ausgeschaltet wird. Suchen Sie gezielt nach Angaben zur Lautstärke und lesen Sie Bewertungen dazu.

Lässt sich der Bezug reinigen und atmet er? Abwischbar und bei höherer Temperatur waschbar ist im Pflegealltag Voraussetzung. Ein vollständig luftdichter Bezug staut dagegen Wärme und Feuchtigkeit – gute Produkte sind wasserundurchlässig, aber dampfdurchlässig.

Gibt es eine Notfallentlüftung? Bei Wechseldrucksystemen sollte sich die Luft schnell ablassen lassen, etwa wenn eine Reanimation nötig wird oder das Gerät ausfällt.

Wäre eine Verordnung möglich? Bevor Sie ein teures System selbst bezahlen, klären Sie den Weg über die Kasse. Bei bestehendem Risiko ist die Chance auf Genehmigung höher, als viele annehmen.

Prüfen Sie den aktuellen Preis der genannten Produkte immer direkt bei Amazon, da sich Preise und Verfügbarkeit laufend ändern.

Häufige Fragen

Wie schnell kann ein Dekubitus entstehen?

Bei hohem Druck kann eine sichtbare Schädigung schon innerhalb weniger Stunden auftreten, und die Tiefenschädigung beginnt oft vor den sichtbaren Zeichen an der Hautoberfläche. Wer unbeweglich ist, braucht deshalb von Anfang an Positionswechsel, nicht erst bei der ersten Rötung.

Ersetzt eine Wechseldruckmatratze das Umlagern?

Nein. Ein Wechseldrucksystem verringert die Belastung einzelner Punkte, macht regelmäßige Positionswechsel aber nicht überflüssig. Wie oft umgelagert werden muss, richtet sich nach Risiko und Hautzustand, nicht nach dem Gerät.

Ist eine 90-Grad-Seitenlage nicht besser als 30 Grad?

Im Gegenteil. Bei 90 Grad liegt fast das gesamte Gewicht auf dem großen Rollhügel des Oberschenkelknochens, einer besonders gefährdeten Stelle. Die 30-Grad-Schräglage verteilt es auf die besser gepolsterte Gesäßmuskulatur und gilt deshalb als Standardposition.

Helfen Fellauflagen oder Sitzringe?

Sitzringe gelten als überholt, weil sie am Rand des Rings neuen Druck erzeugen. Schaffelle können den Liegekomfort verbessern, ersetzen aber keine Druckentlastung und reichen als alleinige Maßnahme nicht aus.

Zahlt die Krankenkasse eine Antidekubitusmatratze?

Hilfsmittel gegen Dekubitus sind im Hilfsmittelverzeichnis gelistet und bei medizinischer Notwendigkeit verordnungsfähig. Sie brauchen eine ärztliche Verordnung mit nachvollziehbarer Begründung und gehen damit zu einem Sanitätshaus, das Vertragspartner Ihrer Kasse ist. Häufig wird leihweise überlassen.

Was tun, wenn bereits eine offene Stelle vorhanden ist?

Dann gehört die Versorgung in fachliche Hände. Eine offene Wunde braucht eine ärztliche Beurteilung und fachgerechte Wundversorgung, meist durch einen Pflegedienst. Hilfsmittel aus dem freien Handel sind dann Ergänzung, nicht Behandlung.

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